Kinderarbeit

Genau eine Woche nach dem internationalen Tag gegen Kinderarbeit, veranstaltet der GZC Wien eine Infoveranstaltung zu diesem Thema, mit verschiedenen Stationen und einem selbst zubereiten Buffet.

Flyer Kinderarbeit

Kinderarbeit ist ein Begriff, den viele benutzen, dessen tiefe Bedeutung aber häufig vergessen wird. Man muss nicht erst Pädagogik studieren, um zu wissen, dass Arbeit im Kinderalter schädigend für die gesunde Entwicklung eines jungen Menschenlebens ist. Wie sehr haben wir uns als Jugendliche gesträubt, das Zimmer aufzuräumen oder den Geschirrspüler einzuschalten? Andere Kinder hatten niemals die Chance, eine halbwegs unbeschwerte Kindheit genießen zu dürfen. Spielen, Kindergarten, basteln, Ausflüge mit den Eltern?

– Das bleibt bei 168 Millionen Kindern auf der Strecke. 2013 veröffentlichte die ILO einen ausführlichen Bericht zur derzeitigen Lage der Kinderarbeit weltweit. 168 Millionen Kinder müssen weltweit arbeiten. (Das sind 16,7% aller Kinder in Arbeitsverhältnissen weltweit und 10,6% davon fallen unter „Kinderarbeit“).

85 Millionen Kinder, arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, wie z.B. in Steinbrüchen oder in sklavenähnlichen Verhältnissen. (mehr zu moderner Sklaverei). Das sind 5,4% der Kinder weltweit.

making progress

28% der Kinderarbeiter sind zwischen 15-17 Jahre alt, 28% zwischen 12 und 14 und 44% zwischen 5 und 11 Jahren.age

59% der Kinderarbeiter arbeiten im Agrarbereich (Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft), 32% errichten Dienstleistungen (z.B. Hausmädchen, Gaststätten, Hotels etc.), 7% sind in der Industrie „tätig“ und 2% blieben undefiniert.

 

Eigentlich wissen wir, dass unsere Kleidung, egal ob von H&M oder Adidas, von Kinderhänden gefertigt wurde. (Auch wenn es Erwachsene – meist Frauen sind, wissen wir, dass dies unter widrigsten Arbeitsbedingungen passiert) – und dennoch, wir shoppen weiter. Sale, billiger, Ausverkauf – Juhu – denkt sich die/der DurchschnitsstudentIn, man hat ja auch nicht viel Geld und unsere Welt funktioniert halt so… Aber: Online „faire Kleidung“  kaufen oder ansehen ist möglich und hier gibt es die Top 10 Öko Shops in Wien. Weitere „Fairware“  gibt es z.B. bei Zerum, Guter Stoff oder Clean Clothes

Dasselbe gilt natürlich für Fair Trade Produkte. Wie wir nun wissen arbeiten 59% der Kinderarbeit in der Landwirtschaft- häufig für Kakao, Kaffee, Reis und andere Produkte, die wir in Westeuropa alle so lieben. Hier gib es mehr über „sustainable shopping“

Insbesondere danken wir der Spende von EZA, die uns mit fairen Wiffzacks (getrocknete Mangos und Cashews) , bereits bei der vergangenen Podiumsdiskussion und nun wieder für das Buffet, versorgte.

Alle Grafiken und Daten sind der Studie der ILO von 2013 entnommen. Weitere Infos zum Thema bietet „Terre de hommes“.

 

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