Podiusmdiskussion Rollenbilder: ein Leben lang abgestempelt?

Die Podiumsdiskussion zum Thema Rollenbilder war inhaltlich spannend und von den sehr verschiedenen Gästen am Podium geprägt.

Trotz der Hitze im Hörsaal in der Universität Wien hielten die meisten der Besucher*innen durch und lauschten, wieso der Freizeitpädagoge Herr Edlbacher diesen Beruf ergriff und ob er durch diesen Beruf, öfters auf Vorurteile oder negative Reaktionen gestoßen war (was er übrigens verneinte). Er fördert die Kinder besonders durch sportliche Angebote.

Gäste am Podium in der Vorbereitung
Freizeitpädagoge Edlbacher und Moderatorin Weissitsch

Frau DI Erharter, die Leiterin der Organisation ZIMD (Zentrum für Interaktion, Medien und soziale Diversität) betonte, dass besonders auch die Arbeit mit Buben wichtig ist, um Vorurteilen nachhaltig entgegenzusteuern, da man sich meist erst zu spät mit Burschen beschäftigt. Wenn gewisse Haltungen von klein auf eingeübt werden, hat das soziale Umfeld seine Spuren hinterlassen. Deshalb versucht man mittels Gender-Didaktik beide Geschlechter neutral und sensibel zu erziehen. Mädchen bauen bei den diversen Schulprojekten Roboter und Burschen können sich ebenso in Rollenspielen verwirklichen bzw. mit Puppen spielen.

Bei der Diskussion

Interessante Einblicke in ein eigenes Forschungsgebiet (Gender im Islam) gab uns Universitätsprofessorin Prof. Abid, welche von den verschiedenen Frauenrechtssituationen in mehrheitlich muslimischen Ländern berichtete. Gegen Vorurteile zu Aussagen wie „muslimische Männer haben eh ein schlechtes Frauenbild“ (oder Ähnliches) nimmt sie mit wissenschaftlichen Fakten Stellung, sei es, dass sie genau weiß an welchen Koranstellen und in welchen Auslegungen Vorschriften zu finden sind, oder wo traditionelle, gesellschaftliche Strukturen den Islam als Religion aushebeln. Im Alltagsdiskurs wird der Islam mit lokalen Gebräuchen häufig vermischt. Zudem werden die unterschiedlichen Länder häufig als „einheitlich“ betrachtet. Abid beschäftigte sich zusätzlich insbesondere mit muslimischen Autorinnen und kann zahlreiche Feministinnen und Vorreiterinnen nennen.

Von einem spannenden Lebensweg hat uns Mag.a. Pigl, die Leiterin der Justizanstalt Josefstadt berichtet. Einblicke in ihren Arbeitsalltag, Aufklärung über die Zuständigkeitsbereiche und eine hohe Motivation und Fähigkeit zur Durchsetzung in einem männlich dominierten Umfeld, prägten ihre Erzählungen.

Einig waren sich jedenfalls alle, dass Aufklärung und weitere Arbeit in diesem Feld enorm wichtig sind. Abgeschlossen wurde der Diskussionsabend mit der Spendenübergabe an UNICEF, der Einnahmen der letzten Podiumsdiskussion.

Spendenübergabe für das UNICEF Projekt „Kinder auf der Flucht“

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